"Frieden ist ein Geschenk" Christen treffen sich wöchentlich zu ökumenischen Gebeten

Erstellt am 16.12.2016

Freuen sich auf viele Mitwirkende an den Friedensgebeten (von

Die islamistisch motivierten Terroranschläge im November vergangenen

Jahres in Paris, aber auch aktuelle Kriege sowie Attentate und daraus folgend Mord, Tod, Grausamkeiten und unfassbares Elend, gaben vor gut einem Jahr in Hövelhof engagierten Christen Anlass genug, sich regelmäßig zu ökumenischen Friedensgebeten zu treffen. Diese Treffen sind kein Strohfeuer gewesen. Auch nach mehr als einem Jahr kommen immer wieder Menschen in der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Hövelhof zusammen, die für den Frieden in der Welt, aber auch ganz generell für ein friedvolles Miteinander – ganz gleich, wo – beten. »Frieden fängt bei jedem einzelnen an. Wenn wir in der Familie, unter Freunden, bei der Arbeit oder in der Schule einander zuhören, respektieren und helfen, ist dies ein wichtiger Beitrag für den Frieden. In Solidarität mit all jenen, die in Kriegsregionen leben müssen, wollen wir außerdem für den Frieden in der Welt beten. Allzu schnell vergessen wir, dass es ein Geschenk ist, hierzulande in einer so langen Friedensperiode leben zu dürfen«, betonen Gemeindereferent Bertold  Filthaut und Gemeindereferentin Michaela Welling vom Pastoralverbund (PV) Hövelhof.

Unterstützung, Anregung und Begleitung bekommen die Friedensgebete von den Pastören im PV Hövelhof, Matthias Klauke und Guido Potthoff, sowie von Pfarrer Ulrich Richter (Evangelische Johannes-Kirchengemeinde Hövelhof).

Die Friedensgebete, die immer mittwochs um 18 Uhr in der Taufkapelle der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk beginnen, dauern rund 15 bis 20 Minuten. Zum Schluss wird als Ritual stets eine Kerze entzündet. Der Verlauf der Friedensgebete ist ganz unterschiedlich.

»Das hat sich bewährt«, berichtet Michaela Welling. Mal werden gemeinsam Lieder gesungen, manchmal wird etwas vorgelesen, es wird gemeinsam gebetet. Es ist praktisch alles möglich, was zu einem solchen Friedesgebet passt.

»Dazu zählt natürlich auch ganz bewusst Stille. Gern dürfen die Teilnehmer ihre Anliegen einbringen«, ergänzt Pastor Klauke.

Angesprochen werden ferner aktuelle Ereignisse sowie gesellschaftliche Themen, die in einen kirchlichen Kontext gestellt werden. Jederzeit werden weitere Interessenten gesucht, die passiv, noch besser allerdings aktiv, mitwirken möchten. Verpflichtungen gibt es nicht. »Das Mittun muss sich keineswegs auf kirchliche Gruppierungen beschränken. Wir möchten, dass diese Friedensgebete nicht im kirchlichen Binnenraum versickern«, unterstreicht Pfarrer Richter.

Ähnliche Gebete für den Frieden hatte es schon vor längerer Zeit in den Evangelischen Kirchengemeinde gegeben. Melden können sich natürlich auch Einzelpersonen; ein Anruf in den Pfarrhäusern genügt.

(Jürgen Spies WV vom 14.12.2016)